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Wohnen ohne Hürden

Barrierefreies Bauen oder Umbauen erleichtert das Leben im Alter – Höheren Platzbedarf einplanen

Wer zukunftssicher bauen will, plant seine Immobilie von Anfang an möglichst barrierefrei. Foto: MQ-Illustrations/stock.adobe.com

Bis ins hohe Alter im eigenen Haus zu wohnen, wünschen sich viele Menschen. Doch der Lebensabend kann beschwerlich sein, wenn das Eigenheim nicht mehr zu den Bedürfnissen der Bewohner passt. Wer auf einen Rollstuhl angewiesen ist, für den wird schon eine Stufe zur Haustür zum unüberwindlichen Hindernis. Und es gibt noch andere typische Tücken im Haus, die lange unbemerkt bleiben – bis sie die Bewohner vor Probleme stellen.

Früher oder später ist der Bewohner im eigenen Heim nicht mehr mobil – ein Verlust an Selbstständigkeit und Lebensqualität, der sich vermeiden lässt. Denn ein barrierefreier Umbau wird über die KfW oder die Pflegekasse finanziell unterstützt. Auch der Umzug in eine Seniorenwohnung oder eine betreute Wohnanlage kann eine gute Lösung sein. Letztere bietet nicht nur ein Wohnumfeld ohne Hürden, sondern auch einen Ansprechpartner, der bei der Organisation des Alltags hilft. Je nach Art der Einrichtung sind hauswirtschaftliche Dienstleistungen, pflegerische Dienste oder sogar Freizeitaktivitäten innerhalb des Hauses möglich.

Weitsicht
Doch auch junge Menschen können mit wenig Mehraufwand bereits zukunftssicher bauen. „Mit etwas Weitsicht und guter Planung können Bauherren ihre eigene Immobilie von vornherein barrierefrei errichten und sich so auf eventuelle Beeinträchtigungen vorbereiten“, sagt Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren in Berlin. „Das ist oft möglich, ohne die Baukosten nennenswert zu erhöhen. Auch Komfort und Ausstrahlung der Wohnung müssen nicht darunter leiden.“

Treppen vor der Haustür oder zum Garten können zu Hindernissen werden. Sollen sie zur rollstuhlgerechten Schräge umgebaut werden, reicht der Platz dafür häufig nicht aus. Erhard Hackler von der Deutschen Seniorenliga in Bonn rät, grundsätzlich von vornherein Schrägen statt Stufen einzuplanen. „Und, wo es geht, möglichst ebenerdig bauen.“

Durchgänge in der Wohnung sollten breit genug für einen Rollstuhl sein, idealerweise 90 Zentimeter. Umsichtige Bauherren planen vor allen Türen eine Fläche von 1,50 mal 1,50 Meter ein. So viel Platz brauchen Rollstuhlfahrer zum Rangieren. Wichtig: Die Türen müssen sich zum größeren Raum hin öffnen. „Wo der Platz knapp ist, kann eine Schiebetür helfen“, meint Hackler.

Raumspar- oder Wendeltreppen sind schon für jüngere Leute nicht einfach zu bewältigen. Im Alter besteht Sturzgefahr. Daher sei es ratsam, eine einfache und ausreichend breite Treppenform zu wählen und sie blendfrei auszuleuchten. „Ein Handlauf an beiden Seiten gibt zusätzliche Sicherheit“, rät Reinhold-Postina.

Beim Neu- oder dem Umbau eines Bades sollte man schon früh an eine bodengleiche Dusche denken. Denn Bewohnern, die unsicher auf den Beinen oder stärker beeinträchtigt sind, fällt es schwer, übliche Duschen mit hohem Einstieg zu benutzen. Die Böden im Bad sollten nicht rutschig sein. In Nass- und Außenbereichen eignen sich laut Hackler die Rutschfestigkeitsklassen R10 bis 12. Gleiches gilt für die Küche.

Wer sich dem Alter nähert, sollte bedenken, dass man mit einem Rollstuhl oder einem Rollator in einer herkömmlichen Einbauküche oft nur schwer zurechtkommt und Küchenschränke, Herd und Arbeitsplatte nur bedingt erreicht. „Höhenverstellbare Küchenschränke mit Auszügen, Arbeitsflächen, an denen man im Sitzen arbeiten kann, ein absenkbares Kochfeld – auf solche Features sollte man beim Küchenkauf achten“, erklärt Hackler.

Von Katja Fischer, dpa

Bedarf wächst

Wer heute baut oder modernisiert, sollte künftige technische Entwicklungen mitdenken – und an jedem Wandabschnitt mindestens eine Doppelsteckdose anbringen lassen. So müssen später keine Verlängerungskabel verlegt werden, die eine Stolpergefahr darstellen. Assistenzsysteme etwa für An- und Abschalten von Beleuchtung, Herd, Heizung und Elektrogeräten oder das automatische Öffnen von Türen benötigen zusätzliche Steckdosen und Leitungen. Sind genügend Leerrohre eingebaut, können Leitungen nachträglich verlegt werden, ohne die Wände aufzustemmen. dpa

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